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Betrieb & Technik · Shopware Hub

Wie läuft die Migration von Shopware 5 auf 6?

Auch: SW5 Umstieg · Shopware Migration · Migrationsassistent

Kurzantwort

Die Migration ist ein Neubau mit Datenumzug: Der offizielle Migrationsassistent überträgt Produkte, Kunden, Bestellungen und Medien – Plugins, Theme und Individualcode müssen für Shopware 6 neu. Seit dem SW5-Support-Ende (Juli 2024) ist der Zeitplan keine Geschmacksfrage mehr: Jeder Monat ohne Sicherheitsupdates erhöht das Betriebsrisiko. Der SEO-Teil entscheidet über den wirtschaftlichen Erfolg: Ohne vollständiges 301-Mapping der alten URLs verbrennt der Umzug jahrelang aufgebaute Rankings.

Das Migrationsprojekt in drei PhasenDrei Stationen: Die Vorbereitung – Plugin-Inventur mit SW6-Nachfolgern, Theme-Neuplanung, Datenbereinigung im Altsystem und der Aufbau des neuen Shops parallel zum laufenden Betrieb. Die Datenmigration – der Migrationsassistent verbindet beide Systeme über ein Connector-Plugin und überträgt Produkte, Kunden, Bestellungen und Medien in Durchläufen, die sich wiederholen lassen, bis das Ergebnis stimmt. Der Umstieg – finale Delta-Migration, das vorbereitete 301-Mapping aller alten URLs, Golive im Wartungsfenster und eine intensive Beobachtungsphase mit Rankings und Bestellprozess im Blick.1 · VorbereitungPlugin-/Theme-Plan, Neubau parallel2 · DatenmigrationAssistent, wiederholbare Durchläufe3 · 301 & GoliveURL-Mapping, Fenster, Beobachtung
Die Migration läuft parallel, nicht unter Zeitdruck: Der alte Shop verkauft weiter, bis der neue nachweislich besser ist – erst dann fällt der Schalter.

Die Erfolgsfaktoren – und die zwei Stellen, an denen Migrationen scheitern

Der Migrationsassistent selbst ist erfreulich robust: Im SW5 sorgt ein Connector-Plugin für den Zugang, im neuen SW6 wählt man das Migrationsprofil, ordnet Verkaufskanäle, Sprachen und Zahlarten zu und lässt die Durchläufe laufen – wiederholbar, sodass sich Zuordnungsfehler korrigieren lassen, und am Ende als Delta-Lauf, der nur die seit dem letzten Durchgang aufgelaufenen Bestellungen nachzieht. Gescheitert wird woanders. Scheiterstelle eins ist die unterschätzte Neubau-Hälfte: Für jedes SW5-Plugin braucht es die Entscheidung Nachfolger kaufen, Bordmittel nutzen oder ersatzlos streichen (die Migration ist die beste Gelegenheit für die Plugin-Diät dieser Kategorie), und das Theme entsteht komplett neu – wer das als „Update“ budgetiert, erlebt das Projekt als Kostenexplosion, obwohl nur die Etikettierung falsch war. Scheiterstelle zwei ist das URL-Kapitel: Shopware 6 erzeugt andere URLs als SW5; das Mapping alt→neu gehört vor dem Golive vollständig erstellt (Export aller Alt-URLs, Zuordnung per Artikel-/Kategoriereferenz, Rest von Hand), als Weiterleitungen hinterlegt und nach dem Umstieg über die Search Console überwacht – 404-Wellen in den ersten Wochen sind das Alarmsignal, auf das sofort reagiert wird. Realistischer Rahmen: kleine Standard-Shops schaffen den Umzug in wenigen Wochen nebenher, gewachsene Shops mit Individuallogik planen Monate und Agenturbudget – und in beiden Fällen gilt der Trost aus der SW6-vs-SW5-Frage: Es ist die eine Gelegenheit, zehn Jahre Altlasten kontrolliert zu entsorgen.

Kurz-Fakten

Einordnung

Die SW5-zu-SW6-Migration ist ehrlicher als ihr Ruf: Sie verspricht keinen Knopfdruck, sondern einen geordneten Neubau mit vollständigem Datenumzug – und sie hält das Versprechen, wenn man sie als das Projekt plant, das sie ist. Wer die Plugin-Inventur als Befreiung und das 301-Mapping als Ranking-Versicherung begreift, kommt drüben mit einem besseren Shop an, als er verlassen hat.

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Stand: Juli 2026 · Geprüft von SEO NW